klare, gelbe Flüssigkeit
Wirkung:
Das Mittel senkt den Blutdruck und entspannt die unwillkürlich innervierte Muskulatur (das sind die Muskeln, die nicht bewusst gesteuert werden können, also z. B. die Muskeln in den Geschlechtsorganen).
Viele berichten, dass sie nach dem Konsum extrem "geil" werden, viele Hemmungen fallen lassen und sich nur der Lust hingeben. Poppers gilt so manchem als das ideale Sexmittel.
Die psychische Wirkung ist von Person zu Person unterschiedlich und lässt sich schwer beschreiben.
Nebenwirkungen:
Es wird vermutet, dass ein regelmäßiger Konsum sich auf die Anzahl der körpereigenen Helferzellen negativ auswirkt. Mit dieser Begründung wurde das Mittel in den USA verboten.
Kommt das Mittel auf irgendwelche Schleimhäute (Augen, Mund, ...) kann es zu starken dauerhaften Schädigungen kommen.
Kopfschmerzen werden häufig als Nebenwirkung angegeben.
Überdosierung kann zu rapiden Blutdruckabfall führen (Schlaganfall). Die Durchblutung des Gehirns kann gestört werden. Es gab schon einen Fall, wo jemand dadurch dauerhaft gelähmt wurde.
Anwendung:
Das Mittel wird aus den Fläschen heraus geschnüffelt. Dabei wird nur ein kleiner Teil des Inhaltes der Falsche verbraucht. (Vorsicht: Überdosierung möglich!)
Safer Use:
Vorsicht bei der Dosierung, nur wenig schnüffeln. Da Überdosierungen leicht möglich sind, sollte man es nicht alleine nehmen.
Trotz vielleicht starker sexueller Begierde sollte man an SaferSex und Verhütung denken.
Beschaffungsquellen:
Poppers kann man in Deutschland meist nur illegal erwerben (da apothekenpflichtig). In Holland gibt es Poppers in diversen Sexshops. Auch im Internet kann man es per Versand bestellen (Achtung: die Einfuhr stellt afaik eine Straftat dar).
Die Flaschen mit ca. 30 - 50 ml kosten ca. 10 Euro. In England liegen die Preise bei umgerechnet 5 Euro.
Als Medikament ist das Mittel unter den Namen Pulmunal, Brocacel, Interpharm, UPG, usw. auf dem Markt. Es ist allerdings rezeptpflichtig.
Legalität:
Amylnitrit unterliegt in Deutschland der Apothekenpflicht!
Das bedeutet: Besitz und Konsum sind nicht strafbar, Weitergabe und Verkauf (außer durch Apotheken) stellen aber einen Verstoß gegen das Arzeneimittelgesetz dar.